Apr 022017
 

Tabelle Integritätsschaden – Beispiele Integritätsentschädigung

Je nach Schwere der Beeinträchtigung entsteht ein grösserer oder weniger grosser Integritätsschaden. Entsprechend fällt auch die Integritätsentschädigung unterschiedlich hoch aus. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt SUVA hat verschiedene Tabellen zur Integritätsentschädigung veröffentlicht. Wir zeigen Ihnen Beispiele auf, wie hoch diese Entschädigung ausfallen kann (Prozent-Zahlen jeweils im Verhältnis zu einer vollen Integritätsentschädigung).

Integritätsschaden obere Körperhälfte

  • Gesicht, schwer entstellt – 50%
  • Schulter, gebrauchsunfähig – 50%
  • Ellbogen, steif in Streckstellung – 25%
  • Hand, steif in Beugung oder Streckung von 45 Grad – 30%
  • Finger, Verlust des ganzen Daumens –20%
  • Finger, Verlust des Zeigefingers – 6%

Integritätsschaden untere Köperhälfte

  • Hüftgelenk, beide versteift – 80%
  • Hüftgelenk, schmerzhaft und teilweise versteift – 30%
  • Knie, steif in Beugestellung mit 30 Grad-Winkel – 35%
  • Bein, Verlust eines Beines – 50%
  • Fuss, Verlust des ganzen Fusses – 30%
  • Zehen, Verlust von mehreren Zehen – 10%
  • Zehen, Versteifung aller Zehen – 10%
  • Beinverkürzung, um 6cm – 15%

Innere Organe

  • Verlust Milz– 10%
  • Verlust Niere – 20%
  • Inkontinenz – 30% bis 40%
  • Verlust Fortpflanzungsfähigkeit oder Geschlechtsorgan – 40%
  • Lunge, je nach Beeinträchtigung – 0 bis 80%
  • Verlust Gehör auf einem Ohr – 0 bis 15%
  • Verlust oder Beeinträchtigung Gehör auf beiden Ohren, je nach Stärke – 0 bis 85%
  • Tinnitus, sehr schwer – 10%
  • Zähne, Totalprothesen Oberkiefer resp. Unterkiefer – 5 resp. 8%
  • Rückenmark, Tetraplegie – 100%

Psychische Folgen einer Hirnverletzung

  • Minimale Störung – 0%
  • Schwerste Störung – 100%

Insgesamt gibt es einen gewissen Ermessungsspielraum. Deswegen kann es ratsam sein, im Fall von bleibenden körperlichen Schäden durch einen Unfall eine Fachperson (z.B. ein Rechtsanwalt, der auf Haftpflichtrecht spezialisiert ist) beizuziehen.
 

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Mrz 122017
 

Die Hilflosenentschädigung ist – wie der Name auch sagt – eine Entschädigung für „hilflose“ Personen, also Menschen, die zu einem gewissen Grade hilflos sind. Die Entschädigung reicht von 232 Franken pro Monat (Stand 2011) bis maximal 1‘856 Franken pro Monat. Erfahren Sie hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen im Zusammenhang mit der Hilflosenentschädigung.

Was sind die Voraussetzungen für Anspruch auf Hilflosenentschädigung?

Eine Person hat Anspruch auf Hilflosenentschädigung, wenn diese Punkte erfüllt sind:

  • Die Person weist eine leichte, mittlere oder schwere Hilflosigkeit auf
  • Die Person wohnt in der Schweiz
  • Die Person hat kein Anrecht auf eine Hilflosenentschädigung der obligatorischen Unfallversicherung oder der Militärversicherung

Wann gilt eine Person als hilflos?

Eine Person gilt als hilflos, wenn sie Dinge aus dem alltäglichen Leben nicht mehr selbst durchführen kann und deswegen dauerhaft Unterstützung, Pflege oder Überwachung durch andere Personen benötigt. Zu den alltäglichen Lebensverrichtungen gehören:

  • Ankleiden und ausziehen
  • Laufen
  • Aufstehen
  • Absitzen und abliegen
  • Essen
  • Körperpflege
  • Verrichten der Notdurft

Gibt es auch eine Hilflosenentschädigung der AHV?

In der Schweiz wohnende Personen, die eine Altersrente oder Ergänzungsleistungen beziehen, können ebenfalls eine Hilflosenentschädigung bei der AHV geltend machen. Die Bedingungen dafür sind

  • schwerer oder mittlerer Grad der Hilflosigkeit
  • leichter Grad der Hilflosigkeit (wenn Person daheim und nicht in einem Heim wohnt)
  • Hilflosigkeit dauert mindestens ein Jahr am Stück an
  • es besteht kein Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung durch die oblig. Unfallversicherung oder die Militärversicherung

Wie wird der Grad der Hilflosigkeit gemessen?

Je nach Schwere der Hilflosigkeit wird die Person in einen von drei möglichen Graden (leicht, mittel, schwer) der Hilflosigkeit eingeteilt.

Leichte Hilflosigkeit: Diese liegt vor, wenn die Person trotz technischen Hilfsmitteln

  • zwei oder mehr alltägliche Lebensverrichtungen regelmässig nur mit Hilfe von Betreuern durchführen kann oder
  • permanente persönliche Überwachung benötigt oder
  • permanente oder speziell aufwändige Pflege benötigt oder
  • wegen körperlichen Leiden oder einer Sinnesschädigung nur mit Hilfe von anderen Personen gesellschaftliche Kontakte pflegen kann oder
  • die erwachsene Person nicht selbständig wohnen kann, für Erledigungen ausserhalb von zu Hause Unterstützung benötigt oder das Risiko gross ist, dass sie sich von Aussenwelt abscheidet

Beispiel für leichte Hilflosigkeit: Eine Frau im Alter von 53 Jahren hat durch einen Schlaganfall eine bleibende Lähmung der linken Körperhälfte erlitten. Sie benötigt Hilfe beim Ankleiden und beim Essen. Die IV bezahlt ihr eine Hilflosenentschädigung gemäss Tabelle für eine leichte Hilflosigkeit.

Mittlere Hilflosigkeit: Diese liegt vor, wenn die Person trotz technischen Hilfsmitteln

  • vier oder mehr alltägliche Lebensverrichtungen regelmässig nur mit Hilfe von Betreuern durchführen kann oder
  • zwei oder mehr alltägliche Lebensverrichtungen regelmässig nur mit Hilfe von Betreuern durchführen kann und permanente persönliche Überwachung benötigt oder
  • zwei oder mehr alltägliche Lebensverrichtungen regelmässig nur mit Hilfe von Betreuern durchführen kann und dauernde lebenspraktische Begleitung benötigt

Schwere Hilflosigkeit: Diese liegt vor, wenn die Person trotz technischen Hilfsmitteln alle alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig nur mit Hilfe von Betreuern durchführen kann und permanente Überwachung oder Pflege benötigt

Wie hoch ist die Hilflosenentschädigung?

Wie hoch die Hilflosenentschädigung erhält, hängt von der Schwere der Hilflosigkeit sowie vom Aufenthaltsort ab. Wohnt die erwachsene Person zu Hause, betragen die maximalen Beträge

  • leichte Hilflosigkeit: 464 Franken/Monat
  • mittlere Hilflosigkeit: 1‘160 Franken/Monat
  • schwere Hilflosigkeit: 1‘856 Franken/Monat

Wohnt die Person im Heim, dann beträgt die Hilflosigkeitsentschädigung die Hälfte der obenerwähnten Beträge. Die monatliche Summe ist unabhängig davon, wie hoch das Einkommen und das Vermögen des Versicherten sind.

Hilflosenentschädigung für Kinder

Auch Kinder können eine Hilflosenentschädigung erhalten. Das Anrecht darauf entsteht bereits im ersten Lebensjahr, wenn wahrscheinlich für mehr als ein Jahr lang eine Hilflosigkeit vorliegt. Kinder, die immer daheim übernachten (und nicht in einem Heim wohnen) haben Anrecht auf einen Zuschlag bei intensivem Pflegeaufwand. Für jeden Tag zu Hause wird ein Intensivpflegezuschlag entrichtet, der auf Monatsbasis 464 Franken (4h Pflegeaufwand/Tag), 928 Franken (6h Pflegeaufwand/Tag) oder 1‘392 Franken (8h Pflegeaufwand/Tag) beträgt. Daneben ist ein zusätzliches Kostgeld von 56 Franken pro Übernachtung möglich.

Hilflosenentschädigung: Beratung

Kommt möglicherweise für Sie oder eine Ihnen nahestehende Person eine Hilflosenentschädigung in Frage? Die kantonalen AHV/IV-Stellen können Ihnen weiterhelfen. Ein Verzeichnis mit den Adressen dazu finden Sie hier.

Feb 182017
 

Das überarbeitete Gesetz über die Hilfe an Opfer von Straftagen ist Anfang 2009 in Kraft getreten. Das Opferhilfegesetz – oder kurz OHG – befasst sich in einigen Artikeln vertieft mit der Genugtuung. Wir gehen hier näher auf die wichtigsten Punkte zum Thema Genugtuung im Zusammenhang mit dem Opferhilfegesetz ein.

Wer hat Anspruch auf Genugtuung?

Mit dem neuen Opferhilfegesetz haben nicht nur die Opfer selbst Ansprung auf Genugtuung, sondern auch deren Angehörige wie Kinder oder Ehepartner. Beachten Sie, dass die Genugtuung nach OHG ergänzend zu den anderen Versicherungen wie Invalidenrente, Unfallversicherung oder Haftpflichtversicherung zum Zuge kommt.

Warum eine Genugtuung?

Das Opfer selbst, aber auch die Angehörigen des Opfers können viel Leid, Schmerz und grosse finanzielle Einbussen erleiden. Dies kann zumindest teilweise mit einer Genugtuung in Form von Geld gemindert werden. Eine Genugtuung ist somit auch Geld für erlittenen Schmerz und erlittenes Leid.

Genugtuung nur für in der Schweiz begangene Straftaten

Ein Anspruch auf Genugtuung besteht nur für die Folgen von in der Schweiz begangenen Straftaten. Es spielt dabei keine Rolle, welche Nationalität und welchen Wohnort das Opfer und dessen Angehörige haben. Das Opferhilfegesetz schliesst aber eine finanzielle Entschädigung nach OHG aus, wenn die Straftat ausserhalb der Schweiz begangen wurde.

Höhe der Genugtuung

Die Genugtuungssumme ist abhängig von der erlittenen Beeinträchtigung und gesetzlich gegen oben limitiert. Das Opfer und dessen Angehörige können unterschiedliche Genugtuungssummen erhalten. Wohnen die Anspruchsberechtigen Personen im Ausland, dann kann die Summe gekürzt werden, wenn dort die Lebenshaltungskosten geringer als in der Schweiz sind. Die maximale Summe beträgt für Opfer 70‘000 Schweizer Franken und für Angehörige die Hälfte dieses Betrags. Hier finden Sie eine ausführliche Liste mit dem zu erwartenden Geld als Genugtuung.

Geltendmachung der Genugtuung

Man muss ein Gesuch bei der zuständigen Behörde einreichen, damit überprüft wird, ob man Anspruch darauf hat. Dies muss für Straftaten, die nach dem 01.01.2007 begangen wurden, innerhalb von fünf Jahren seit der Straftat oder ab Kenntnis der Straftat erfolgen. Das Verfahren selbst ist relativ rasch und kostenlos.

Feb 162017
 

Wir haben Ihnen wichtige Fragen und Antworten zum Thema Invalidenversicherung IV zusammengestellt.

Wie hoch ist die Invalidenrente?

Nur versicherte Personen, bei denen die Erwerbsfähigkeit nicht durch Eingliederungsmassnahmen wieder erreicht werden kann, haben Anspruch auf eine Invalidenrente. Die Invalidenrente bemisst sich nach dem Grad der Invalidität. Ab einem Invaliditätsgrad von 70% hat man Anspruch auf eine volle IV-Rente.

Die folgende Tabelle gilt für versicherte Personen, die die volle Beitragsdauer geleistet haben. Abhängig vom Durchschnittseinkommen betragen die IV-Renten:

Grad Invalidität Rente Minimum Maximum
70% oder höher Ganze Rente 1160 2320
60% oder höher Dreiviertel Rente 870 1740
50% oder höher Halbe Rente 580 1160
40% oder höher Viertel Rente 290 580

Wie errechnet die IV den Invaliditätsgrad?

Die IV wendet eine Formel an, um den Grad der Invalidität zu messen. Sie vergleicht dabei das nach dem gesundheitlichen Schaden erzielbare Einkommen mit dem Einkommen, das ohne den Schaden erzielt werden könnte. Die Differenz wird in Prozent zum erzielbaren Einkommen gesetzt. Beispiel: Wenn Herr Meier gesund wäre, könnte er 90‘000 Franken jährlich verdienen. Nach einem schweren Unfall ist er behindert und kann noch 40‘000 Franken jährlich verdienen. Sein Erwerbsausfall beträgt somit 50‘000 Franken pro Jahr. Sein Invaliditätsgrad beträgt 50‘000/90‘000 x 100% = 56%. Herr Meier hat somit Anspruch auf eine halbe IV-Rente. Ein einfacheres Beispiel ist Frau Müller, die gesund 100’000 verdient und nach einem Unfall noch 35’000 verdienen kann. Ihr Invaliditätsgrad beträgt 65’000/100’000 x 100% = 65%. Frau Müller hat damit Anspruch auf eine dreiviertel IV-Rente.

Ab wann hat man Anspruch auf eine Invalidenrente?

Wer während einem Jahr mindestens zu 40% arbeitsunfähig war und auch nach einem Jahr noch mindestens zu 40% arbeitsunfähig ist, hat Anspruch auf eine IV-Rente.

Gibt es zur IV zusätzlich Ergänzungsleistungen?

Unter bestimmten Bedingungen können IV-Rentner, die sich in einer schwierigen finanziellen Situation befinden, zusätzlich zur IV-Rente Ergänzungsleistungen beantragen.

Kann man gleichzeitig eine AHV und IV-Rente beziehen?

Nein, dies ist nicht möglich. Sobald eine Person eine AHV-Rente bezieht, erlischt der Anspruch auf eine IV-Rente. Bezog jemand bis zu seiner Pensionierung eine IV-Rente, wird diese aufgrund der Besitzstand-Wahrung in eine AHV-Rente umgewandelt. Vermeiden Sie deswegen Deckungslücken bei der AHV.

Beachten Sie, dass auch nicht erwerbstätige Beiträge zu entrichten haben um über eine AHV-Rente zu verfügen. Ihre zuständige Ausgleichskasse ist zur Beratung verfplichtet, melden Sie sich im Zweifelsfall dort.

Feb 162017
 

Die Genugtuung soll einen gewissen finanziellen Ausgleich für den erlittenen physischen und psychischen Schaden sowie für die Beeinträchtigung der Lebensqualität durch die Körperverletzung leisten. Dies kann unabhängig vom Thema Schadenersatz u.a. durch einen Anwalt oder eine Fachperson geprüft werden.

Umstände, welche die Ausrichtung einer Genugtuung begründen, sind beispielsweise starke Schmerzen, bleibende Verletzungen, eine lange Leidenszeit, Spitalaufenthalte, Operationen, eine lang andauernde Arbeitsunfähigkeit. Auch ein nicht abschätzbares Risiko von Spätfolgen und mögliche damit verbundene Ängste sind zu berücksichtigen.

In der Praxis orientiert sich die Bemessung der Höhe der Genugtuung an der Integritätsentschädigung nach UVG (Bundesgesetz über die Unfallversicherung). Die Regelgenugtuung bei Vollinvalidität beträgt rund die zweifache Integritätsentschädigung, während andere Quellen von einer Summe in der Höhe der anderthalbfachen Integritätsentschädigung ausgehen. Somit besteht ein gewisser Ermessensspielraum. Hier ist es sicher hilfreich, im Falle eines Ganges vor Gericht von einem fachkundigen Anwalt vertreten zu werden, um eine höhere Genugtuung zu erhalten.

Zur Genugtuung können Zuschläge bzw. Abzüge hinzukommen. Das Bundesgericht stellte bisher nicht auf eine schematische Berechnungsweise ab. Vielmehr nimmt das Bundesgericht die einfache Integritätsentschädigung als Ausgangspunkt, gewichtet aber die Zuschläge entsprechend stärker. Im Übrigen gibt es noch Fälle von staatlicher Opferhilfe. Bei der opferrechtlichen Genugtuung handelt es sich um eine staatliche Hilfeleistung. Sie erreicht deshalb nicht automatisch die gleiche Höhe wie die zivilrechtliche, sondern kann davon abweichen. Die Bemessung der Genugtuung anhand der zweifachen Integritätsentschädigung ist somit mit der neueren Rechtsprechung des Bundesgerichts vereinbar, die ohnehin eine klare Tendenz zu höheren Summen aufzeigt.

Wie sämtlicher anderer Schaden ist nach ständiger Rechtsprechung auch die Genugtuung zu verzinsen. Der Genugtuungszins beträgt 5 % ab Unfalltag.
 

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Feb 142017
 

Auf wie viel Geld hat man Anspruch, wenn einem eine Genugtuung zugesprochen wird? Obwohl jeder Fall einzeln geprüft und beurteilt werden muss, so gibt es doch Bandbreiten, um die Höhe der Genugtuung grob abzuschätzen. Im Opferhilfegesetz OHG sind die Maximalbeträge vorgegeben. Diese betragen 70‘000 Schweizer Franken für das Opfer und 35‘000 Schweizer Franken für Angehörige. Haben mehrere Angehörige Anspruch auf Genugtuung, so gilt der Maximalbetrag pro Person.

Das Bundesamt für Justiz hat Bandbreiten für die Bemessung der Genugtuung veröffentlicht. Die Behörde kann innerhalb dieser Bandbreiten und je nach Schwere des Falls ihren Entscheid treffen. Die oberen Beträge je Zeile sind nur für die schwerwiegendsten Fälle der Kategorie zu entrichten. Temporäre Beeinträchtigungen oder solche von geringen Auswirkungen sind nicht Genugtuungs-berechtigt.

Tabelle Höhe Genugtuung Opfer

Die folgenden Richtwerte gelten für Opfer. Die Genugtuung richtet sich nach der Schwere der Beeinträchtigung.

Genugtuung für Opfer Das Opfer
Bis 20‘000 Franken
  • hat eine mittelschwere Beeinträchtigung, wie etwa den Verlust eines Fingers oder des Geruchssinns
20 bis 40‘000 Franken
  • kann sich nur noch eingeschränkt bewegen (z.B. Verlust Bein)
  • oder eine Organ oder eine Funktion sind beeinträchtigt (z.B. bleibende Schmerzen am Rücken, bleibende Narben im Gesicht)
40 bis 55‘000 Franken
  • hat eine starke Beeinträchtigung der Bewegungsmöglichkeiten erlitten (z.B. Paraplegie)
  • oder seine sozialen/intellektuellen Fähigkeiten sind stark beeinträchtigt (Blindheit, Taubheit)
55 bis 70‘000 Franken
  • Obiger Fall, aber mit sehr starke Beeinträchtigungen (z.B. Tetraplegie)

Daneben sind auch Genugtuungs-Beiträge bei Vergewaltigungen oder bei Beeinträchtigung  der psychischen Integrität möglich.

Tabelle Höhe Genugtuung Angehörige

Die folgenden Richtwerte gelten für Angehörige. Die Genugtuung richtet sich wiederum nach der Schwere der Beeinträchtigung.

Genugtuung für Angehörige Beeinträchtigung Angehöriger
Bis 8‘000 Franken
  • Tod Schwester/Bruder
8 bis 18‘000 Franken
  • Tod Mutter/Vater
10 bis 20‘000 Franken
  • Tod Kind
20 bis 30‘000 Franken
  • Tod Ehefrau/Ehemann oder Lebenspartner
25 bis 35‘000 Franken
  • Massive Beeinträchtigung (z.B. intensiver Pflegefall)

 

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